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1345 Mahlsdorf wird als Malterstorp in einem
Lehnsbrief des Markgrafen Ludwig d.Ä. erstmalig urkundlich erwähnt.
Das Dorf wird durch den Ritter Thyle Rytelingen den Ritter Otto
Kethelitz verkauft.
1375 Laut dem Landbuch Kaiser Karls des 4. ist
Mahlsdorf im Besitz von Otto und Rüdiger von Falkenberg. Es bildeten
sich in der Folge zwei Güter heraus, die um 1575 vereinigt werden.
1539 In Mahlsdorf gibt es bereits eine Mühle und
eine Schmiede.
1538 Der brandenburgische Kanzler Lampert
Distelmeyer erwirbt Mahlsdorf von der Familie von Grieben. Es wechselt
in der Folge mehrfach den Besitzer.
1652 Der Landreiterbericht widerspiegelt den
Zustand des Dorfes nach dem Dreißigjährigen Krieg. Es gibt nur noch
drei Bauern und drei Kossäten. Eine Folge des Krieges ist, dass
Mahlsdorf bis 1907 keine eigene Pfarrgemeinde, sondern Tochterkirche
von Biesdorf ist.
1676 Der Kurfürst erwirbt Mahlsdorf. Das Dorf wird
dem Kurfürstlichen Amt Köpenick unterstellt und verbleibt bis 1872 im
Besitz des Kurfürsten bzw. Königs.
Um 1780 Das heute noch existierende spätbarocke
Gutshaus wird errichtet.
1811 Die zum Rittergut gehörenden Dienste werden
abgelöst. Weitere Dienstablösungen folgen bis 1846. Die Separation,
eine Art Flurbereinigung, dauert von 1816 bis 1849.
1821 Das seit 1676 dem Kurfürsten gehörende
Amtsvorwerk wird an den Kaufmann und Fabrikanten Kaapke veräußert und
wechselt in der Folge mehrfach den Besitzer.
1874 Die Gemeinde Mahlsdorf kommt zum neu
gebildeten Amtsbezirk Biesdorf. Das Gut bleibt bis 1912
rechtlich selbständig. Bis 1920 gehören Dorfgemeinde und Gut zum
Kreis Niederbarnim.
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1880 Hermann Schrobsdorf erwirbt das Rittergut. Er
lässt den Gutsgarten in einen Park umgestalten.
1895 Mahlsdorf erhält einen Haltepunkt an der
königlichen Ostbahn. Es beginnt eine rege Siedlungstätigkeit.
ab 1905 Mahlsdorf erhält Wasser- und Gasanschluss.
1911 kommt die Stromversorgung hinzu.
1911 Die Mitte des 18. Jh. gegründete
Einwandererkolonie Kiekemal, bisher zu Dahlwitz gehörig, wird
Mahlsdorf angschlossen.
1919 Die Stadt Lichtenberg kauft das Rittergut von
den Schrobsdorffschen Erben und stelt es teilweise als Siedlungsland
für Lichtenberger Bürger, vor allem Kriegsversehrte, zur
Verfügung. 1920 Mahlsdorf wird nach
Berlin eingemeindet und Teil des Stadtbezirks Lichtenberg.
1945 Am 22. April erreicht die Rote Armee
Mahlsdorf.
1960 Die LPG "Berliner Osten" wird gegründet.
Außerdem gibt es die Gärtnerische Produktionsgenossenschaften
"Hermann Schlimme" und "Frohe Fahrt".
1960 Die Gründerzeitsammlung in dem von Charlotte
von Mahlsdorf vor dem Abriss bewahrten Gutshaus wird eröffnet.
1977 Im ehemaligen Kino "Lichtenberg" beginnt die
Fertigung des "Sandmännchens" des DDR-Fernsehens.
1979 Mahlsdorf wird Teil des neuen Stadtbezirks
Berlin-Marzahn.
1986 Mahlsdorf wird Teil des neuen Stadtbezirks
Berlin-Hellersdorf.
2001 Mahlsdorf wird Teil des Berliner Stadtbezirks
Marzahn-Hellersdorf.
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